Wie installiere ich mir eine eigene Cloud-Lösung

In der heutigen Zeit reden alle von der Cloud. In diesem Beitrag möchte ich deswegen das Thema von einer anderen Seite beleuchten.

Sicher ist es einfacher Lösungen von Anbietern wie Apple, Microsoft, Dropbox, Google oder ähnlichen Anbietern zu nutzen. Allerdings sollte man sich dabei immer vor Augen halten, dass es einfach nichts umsonst gibt. Ich möchte jetzt nicht dramatisch werden, denn ich bekomme immer wieder die Antwort: "Die können doch ruhig wissen was ich mache, ich habe doch nichts zu verbergen..."
Das ist zwar richtig, dennoch bezahlt jeder mit seinem Nutzerverhalten den Dienst. Heute ist das noch in einem Rahmen mit dem man gut klar kommt. Dennoch sind Informationen über Personen oder Gesellschaften das Gold von morgen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt wie Facebook wenn Sie sich neu anmelden auf Freundesvorschläge kommen kann. Oder Shops im Web genau die Artikel auf Ihre Geräte pushen über die Sie sich zuletzt informiert haben? Genau das sind Auswirkungen davon und deswegen möchte ich hier Alternativen zu den bekannten Anbietern benennen.

Beginnen möchte ich mit den heute weit verbreiteten NAS-Laufwerken. Ich nehme jetzt einen Hersteller mit dem ich meine Erfahrungen gemacht habe (QNAP). Ich weiß jedoch dass die angesprochenen Szenarien auch mit anderen Herstellern wie z.B. Synology, Teccus oder anderen professionellen NAS ebenso funktionieren.

Die einfachste Art ist die Lösungen aus dem QNAP-Shop zu laden und zu verwenden, denn hier braucht es fast kein Linux-Wissen um eine solche Lösung zum Laufen zu bringen. Eine Installationsroutine installiert SQL und die ownCloud in einem Rutsch. Ist ownCloud installiert geht man in die Oberfläche der Administration und legt Benutzer an. Den Benutzern vergibt man danach Rechte was Sie in der Lösung machen dürfen und schon kann man so Dateien auf das NAS laden und anderen Mitbenutzern freigeben.
In der Administrationsumgebung kann man die Lösung verschlüsseln, sicherer machen oder ähnliches. Dazu gibt es die doch recht verständlichen Anleitungen auf der ownCloud Seite. Unter der Haube muss man eigentlich nur das maximale Kontingent einstellen, denn das tut auf der Oberfläche oft nicht - aber auch dazu findet man verständliche Anleitungen unter https://doc.owncloud.org leider sind diese nur in englisch, man findet allerdings auch deutsche alternativen dazu. So z.B. hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Anleitung herausgegeben wie man die ownCloud sicher machen kann. Der entsprechende Artikel ist unter folgendem Link zu finden.
http://www.zdnet.de/88237984/bsi-veroeffentlicht-anleitung-zur-nutzung-von-owncloud/
Zwar nicht mehr ganz so aktuell aber trotzdem nicht uninteressant ist der Link des deutschsprachigen ownCloud-Forum: https://forum.owncloud.org/viewtopic.php?t=11585 Die Plattform wurde zwar eingestellt ist aber immer noch einsehbar und somit ein gutes Nachschlagewerk, welche mir auch am Anfang gut weiter geholfen hat.
Ich denke mit all den Hinweisen bekommt man auch als nicht so großer Fachmann eine Installation geregelt.

Will man nun Kalender, oder Adressbücher verwenden, so müssen diese wieder in der Administrator-Umgebung hinzu installiert werden. Wichtig dabei ist es die Apps von Drittanbietern zu nehmen. Man wird dann auf die App-Seite der ownCloud geführt auf der man sich die Downloads zieht und diese dann in die ownCloud kopiert. Am einfachsten geht das mit dem Terminal und scp (Secure Shell Copy) wer sich damit nicht auskennt kopiert sich das über eine Freigabe auf das Raid und holt es sich dann dort ab. Ein geniales Feature ist die App Documents, denn mit der kann man live mit mehreren Personen an einem gemeinsam Nutzbaren OpenOffice-Dokument arbeiten.

Bleibt nun noch die Freigabe um die ownCloud mit anderen Benutzern extern benutzen zu können. Um das alles ins weltweite Netz zu bringen muss man nun noch eine Weiterleitung auf dem Router (FritzBox, Speedport etc.) machen. Grundvoraussetzung ist dabei dass der Router extern erreichbar ist. Das erreicht man am einfachsten, wenn man sich zu seinem Anschluss eine feste IP bucht. Bedeutet das eigene Netzwerk ist nun immer unter der selben Adresse erreichbar. Hat man nun eine eigene Domain bei einem Hoster richtet man dort eine Subdomain ein und verweist mit einer Weiterleitung auf eine externe IP auf seine eigene. Hat man keine eigene öffentliche IP kann man auch Dienste wie dynDNS oder ähnliche verwenden, wichtig ist dabei dass der Router diese unterstützt. Am Router verbindet man sich nun mit dem eingerichteten dynDNS-Account und ist ebenso erreichbar.

Jetzt kann mit dem teilen von Dateien, nutzen von eigenen Kalendern oder Adressbüchern begonnen werden. Entweder man verbindet sich direkt mit der Webseite oder benutzt eine Clientsoftware so wie man es auch gewohnt ist von z.B. Dropbox.

Cornelius Hoffmann

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